Die Eichenwirtschaft

Eichenprachtkäfer und Totholzvermeidung
16.05.2014
Seit einigen Jahren nimmt im Staatswald des Spessarts der Befall von Eichenbeständen mit dem Zweipunktigen Eichenprachtkäfer bedrohlich zu. Das wärme- und lichtliebende Insekt gilt als typischer Sekundärschädling und bringt fast ausschließlich vorgeschädigte Eichen zum Absterben.
Die Eiche im Spessart
Die Traubeneiche ist im Spessart eine ökonomisch wie ökologisch sehr wertvolle Baumart. Leider bewirken überzogene Zielsetzungen und extrem naturwidrige Nachzuchtmethoden den Verlust schutzwürdiger Hainsimsen-Buchenwälder und gefährden die Eiche selbst.
Nachlese zur Eichelmast 2009
Nach der Eichenmasst 2009 haben neue Saatflächen den Verlust alter Buchenwälder im FFH-Gebiet Hochspessart beschleunigt. Dagegen wurde im Glashüttenspessart die Chance zum Waldumbau mit Eiche verpasst.
Raupenplage im Eichenwald
"In Massen erscheinende Schädlinge legen gewissermaßen den Finger in die Wunde, die der Mensch dem Wald durch unökologische Waldbaumaßnahmen zufügte." (Prof.Dr.W. Schwenke in "Nationalpark" 3/93)
Luftaufnahmen
Bei der Eichenwirtschaft im Spessart geht es nicht einfach nur um die ökologisch sinnvolle Beteiligung einer heimischen Baumart am Waldaufbau, sondern um die brachiale Durchsetzung forstwirtschaftlicher Ziele gegen die Natur.