Aktuelles

Bedingt durch die Bindung von Arbeitskapazität während der Nationalparkdebatte in den Jahren 2016 und 2017 wurden vorübergehend keine neuen Beiträge eingestellt. Ab jetzt erhalten Sie wieder neue Informationen.

Vorerst hinzugekommen sind folgende Artikel:
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„Ein Nationalpark für den Spessart - Die verpasste Chance“
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„Die bittere Wahrheit über die Eichenwirtschaft im Spessart“
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„Naturschutzgebiet Metzgergraben-Krone, eichenarm durch Holznutzung“
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„Die Spessartforstrechte - verkannt und missbraucht“
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„Sturmtief Burglind wütet im Spessart“ (22.04.2018)

Bruno H. Schubert - Preis für Michael Kunkel
18.11.2018

Am 31.10.2018 verlieh die Bruno H. Schubert - Stiftung im Beisein von 160 geladenen Gästen den diesjährigen Bruno H. Schubert - Preis – Frankfurt Conservation Award 2018.

Dieser höchstdotierte private Umweltpreis Deutschlands wird seit 1983 alle zwei Jahre an verdiente Personen für ihr außergewöhnliches Engagement zur Erhaltung der biologischen Vielfalt unserer Erde vergeben.

In der Kategorie 1 wurden Dr. John und Dr. Terese Hart für ihren Einsatz zum Schutz des Regenwald-Nationalparks Lomami in der Demokratischen Republik Kongo mit EUR 30.000 ausgezeichnet.

Den Preis in der Kategorie 2 teilen sich Michael Kunkel für seinen Einsatz im Spessart und der Gründer der armenischen Naturschutzorganisation Foundation for the Preservation of Wildlife and Cultural Assets (FPWC), Ruben Khachatryan, mit jeweils EUR 10.000.

In der Kategorie 3 wurden Studentinnen und Studenten von „Green Grubs, Enactus e. V.“, an der Johann Wolfgang Goethe - Universität Frankfurt (EUR 3.000) ausgezeichnet.

Im Mittelpunkt der Laudatio auf Michael Kunkel, gehalten von Dr. Michael Vogel, dem ehemaligen Leiter des Nationalparks Berchtesgaden, stand dessen herausragendes Engagement für mehr Naturschutz in den Spessartwäldern. Während der Debatte um einen dritten Nationalpark für Bayern gehörte der Preisträger zu den ersten, die den Spessart als geeignete Region vorschlugen. Für verschiedene Organisationen war er in dieser Phase ein wichtiger Ansprechpartner. Michael Kunkel konnte durch seinen unermüdlichen Einsatz eine Reihe von naturschutzfachlichen Verbesserungen in der Forstpraxis erwirken und gab als Gründungsmitglied und Vorsitzender der Bürgerbewegung Freunde des Spessarts e.V. den Naturschützern eine Stimme.  

Mit der Ehrung von Michael Kunkel finden nicht nur dessen persönliche Verdienste um den Schutz der Spessartwälder, sondern auch die Mitwirkung vieler Gleichgesinnter eine erfreuliche Würdigung.

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Die Preisträger in vorderer Reihe: Dritter und Vierte von links Ehepaar Hart, Mitte Michael Kunkel, rechts außen Ruben Khachatryan, hinten die Studierenden der Goethe-Universität Frankfurt von „Green Grubs, Enactus e. V.“; weiterhin sind Mitglieder des Vorstands und des Kuratoriums der Bruno H. Schubert - Stiftung zu sehen.

Sturmtief Burglind wütet im Spessart
22.04.2018

Im Spessart hat das Sturmtief Burglind am 03.01.2018 besonders in den Wäldern zwischen Neuhütten und Lohr eine Schneise der Verwüstung mit ca. 4 km Länge und einer durchschnittlichen Breite von 300 m geschlagen.

Betroffen waren in erster Linie der Staatswald des Forstbetriebes Heigenbrücken und größere Teile des angrenzenden Stadtwaldes von Lohr am Main. Bei Neuhütten riss der Sturm auch beträchtliche Lücken in den Kleinprivatwald. Innerhalb der Sturmbahn walzten die Naturgewalten unterschiedslos alle Baumarten nieder, darunter leider auch größere, naturnahe Buchenwälder.

Bundesbürgerinitiative Waldschutz gegründet
20.07.2017

Im Juli 2017 wurde in Darmstadt die BundesBürgerInitiativeWaldschutz gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und Einzelpersonen aus dem gesamten Bundesgebiet, die sich für einen besseren Schutz der Wälder in Deutschland engagieren.

Die BundesBürgerInitiativeWaldSchutz fordert die Beseitigung von Missständen im Umgang mit unseren Wäldern und unterstützt die angeschlossenen Bürgerinitiativen und Einzelpersonen in ihren Bemühungen um einen besseren Schutz der Wälder in Deutschland. Somit kämpfen auch die Waldschützerinnen und Waldschützer im Spessart nicht auf verlorenem Posten.

Wir freuen uns ganz besonders, dass dieser Zusammenschluss bereits erste Früchte trägt und immer mehr zu einem starken und ernst zu nehmenden Bündnis heranwächst.

Mehr dazu unter folgendem Link: www.bundesbuergerinitiative-waldschutz.de

Biotopverbund aus Naturwaldgebieten im Spessart
14.12.2017

Die Staatsregierung hat am 18.07.2017 mit dem Ausschluss des Spessarts aus dem Nationalparksuchprozess beschlossen, im Spessart „weitere substantielle Maßnahmen zur Förderung des Natur- und Artenschutzes sowie für den Naturtourismus“ zu ergreifen. Die Naturschutzverbände Bund Naturschutz (BN), Landesbund für Vogelschutz (LBV), Greenpeace, WWF Deutschland, Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und die „Freunde des Spessarts“ haben dazu für den Spessart ein landkreisübergreifendes, differenziertes Konzept erarbeitet. Mit diesem Konzept zum Schutz von Naturwaldflächen im Staatswald lassen sich die o.g. Verbesserungen im Waldnaturschutz erreichen.

Die Naturschutzorganisationen werben für ein 3 Säulen-Konzept, das aus einem großen Kerngebiet, mehreren mittelgroßen Spenderflächen und etlichen kleinen Naturwaldflächen bzw. Trittsteinen besteht. Diese über den gesamten Spessart verteilten Gebiete sollen im Biotopverbund dauerhaft als Naturschutzgebiete geschützt werden, insgesamt knapp 9000 Hektar an Staatswäldern. In diesen Wäldern soll kein Holz genutzt werden, damit sich langfristig „Urwälder von morgen“ entwickeln können, in denen Bäume alt und dick werden und bedrohte Waldarten dauerhaft überleben können. „Wir werben für ein Konzept, das Schützen und Nutzen verbindet und von dem Mensch und Natur im Spessart landkreisübergreifend profitiert. Dabei werden die Befürchtungen aus der Nationalparkdebatte berücksichtigt und zugleich mehr staatliche Spessartwälder konsequent geschützt. Dies entspricht auch dem Mehrheitswillen der Bevölkerung im Spessart“, so die Naturschutzorganisationen.